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Bestattungsvorsorge & Sterbegeldversicherung

Viele Menschen wollen schon zu Lebzeiten dafür vorsorgen, dass die finanzielle und zum Teil auch organisatorische Belastungen der eigenen Bestattung später für ihre Angehörigen möglichst überschaubar bleiben.

Die Kosten einer Bestattung lassen sich gut durch private Vorsorge, wie Sterbegeldversicherungen, eigenständiges Ansparen sowie Bestattungsvorsorgeverträge abdecken.

Hinzu kann eine Bestattungsverfügung dabei helfen, eventuelle Unklarheiten zu beseitigen und die Organisation einer Bestattung deutlich zu vereinfachen.

Vorsorge - Sterbegeldversicherung

Eine Sterbegeldversicherung ist eine meist lebenslange Kapitallebensversicherung auf den Todesfall. Im Vergleich zu anderen Lebensversicherungen, z.B. Risikolebensversicherung, unterscheidet sich die Sterbegeldversicherung voll allem in ihrem Zweck. Statt als Geldanlage, dass im Ernstfall die Hinterbliebenen mit einer hohen Versicherungssumme langfristig finanziell entlastet, dient die Sterbegeldversicherung als reinen Todesfallschutz, um Hinterbliebene bei den Bestattungskosten zu entlasten.

Kritisiert werden diese Sterbegeldpolicen, weil der wirtschaftliche Nutzen von Lebensversicherungen mit kleinen Versicherungssummen von 2.500 bis 10.000 Euro allgemein strittig ist. Problematisch sind dabei die verhältnismäßig hohen Verwaltungskosten. Laut Stiftung Warentest, sind insbesondere die hohen Risikoschutzkosten dafür verantwortlich, dass Sterbegeldversicherungen, die ab dem 65. Lebensjahr abgeschlossen werden, meist nicht mehr ökonomisch sind. In anderen Worten, kann es am Ende der Beitragszeit (meist bis zu 25 Jahren) dazu kommen, dass man mehr in die Versicherung hinein gezahlt hat, als Hinterbliebene später ausgezahlt bekommen.

Nichtsdestotrotz sind Sterbegeldversicherungen weiterhin eine beliebte Möglichkeit der Bestattungsvorsorge. Es finden sich in Deutschland viele Sterbekassen (meist kleinere Versicherungsvereine) sowie große Versicherungsanbieter, die Sterbegeldpolicen anbieten. z.B. ist die Sterbegeldversicherung von Monuta mehrfacher Testsieger, bietet frei wählbare Versicherungssummen (3.000 - 15.000 €) und doppelte Auszahlungssumme bei Unfalltod ab 3,99 Euro pro Monat an. Der Versicherungsschutz lässt sich meist bei Sterbekassen individuell gestalten und erweitern. So kann man z.B. bei manchen Anbietern ein Unfalltodesschutz in den Leistungsumfang integrieren oder die Versicherungssumme auf bis zu 20.000 Euro setzen, um auch Kosten wie die Grabpflege langfristig abzudecken.

Falls man sich für diese Art der Bestattungsvorsorge entscheidet, sollte man die genauen Bedingungen der unterschiedlichen Angebote, wie Wartezeiten und Gesundheitsprüfungen, überprüfen. Beitragshöhe und Leistungen des Versicherungsschutzes lassen sich schnell und übersichtlich über ein Sterbegeld-Vergleichsportal unverbindlich und kostenlos vergleichen.

Vorsorge - Bestattungsvorsorgevertrag

Praktisch alle Bestattungsunternehmen bieten heute Vorsorgeverträge an. Hier kann ein Kunde mit einem Bestatter vereinbaren, wie er genau beerdigt werden will. z.B. Kann man darin bestimmen wo, mit welchem Sarg, welche Sterbewäsche, ob Erd- oder Feuerbestattung, sowie was für ein Rahmenprogramm man für den Todesfall möchte.

Bei der Finanzierung der Bestattungsvorsorge gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten. Variante 1, man kann im Voraus zahlen, z.B. auf ein Bestattungssparbuch (Sperrkonto oder Treuhandkonto), Variante 2, man bestimmt nur Ort und Art der Bestattung und lässt die Erben später die Kosten begleichen, oder Variante 3, man wählt ein Kombiprodukt aus Bestattungsvorsorge und Sterbegeldversicherung, wo man regelmäßig während der Beitragszeit einzahlt und nach dem Todesfall, die Hinterbliebenen statt eine Geldleistung, die zuvor vereinbarten Bestatterleistungen bekommen.

Vorsorge - Eigenständig ansparen und Bestattungsverfügung

Die ökonomischste Variante der Bestattungsvorsorge ist das eigenständige ansparen verbunden mit einer Bestattungsverfügung. Gemäß Stiftung Warentest, eignen sich für das Sparen in Eigenregie vor allem Banksparpläne. Mit einer kleinen Sparrate von z.B. 25 Euro im Monat, kommt in etwa 10 Jahren ausreichend Geld für eine einfache Bestattung zusammen.

Zudem sollte eine Bestattungsverfügung mündlich oder schriftlich festgehalten werden. Hierbei handelt es sich um eine Willenserklärung, wie man sich gerne die eigene Bestattung wünschen würde, z.B. Bestattungsart und -ort, welche Musik gespielt werden soll, ob ein Priester sprechen soll, etc.

Wenn man sicher gehen will, dass die Bestattung tatsächlich gemäß den eigenen Vorstellungen abläuft, sollte man seine Bestattungsverfügung auf jedem fall schriftlich und vorsorglich auch bei einem Notar hinterlegen. Bitte beachten, dass das Testament sich nicht dazu eignet, Bestattungswünsche niederzuschreiben, da dieses in aller Regel erst ab drei Wochen nach der Beerdigung eröffnet wird.

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Warum sollte man eine Bestattungsvorsorge abschließen?

Es ist ein gutes Gefühl, bereits zu Lebzeiten persönliche Angelegenheiten zu klären und die eigenen Wünsche für die letzte Lebensphase festzuhalten. Dazu gehört neben dem Testament und der Patientenverfügung auch immer die Bestattungsvorsorge.