Diamantbestattungen & Erinnerungsdiamanten

Bei der Diamantbestattung wird die Totenasche des Verstorbenen in einem mehrmonatigen Prozess unter sehr hohem Druck und Temperatur in einen Diamanten umgewandelt. Wie viele andere Bestattungsarten, setzt die Diamantbestattung eine Kremierung (Einäscherung / Feuerbestattung) des Verstorbenen voraus. Der Diamant ermöglicht Hinterbliebenen eine Erinnerung an den Verstorbenen ständig bei sich zu haben. Da nur ein kleiner Anteil der Kremationsasche zur Herstellung eines Diamanten benötigt wird, kann die verbleibende anorganische Asche auf herkömmliche Art beigesetzt werden.

Diamantbestattung Kosten

Bei der Diamantbestattung wird der größte Anteil der Totenasche auf herkömmliche Art beigesetzt (siehe Kosten für Feuerbestattung, Seebestattung, Baumbestattung, usw.). Zu diesen Bestattungskosten, kommen die Kosten für die Herstellung eines Erinnerungsdiamanten hinzu. Das günstigste Angebot kostet rund 5.000 Euro für einen Diamanten von 0,4 Karat. Für einen Einkaräter muss man über 13.000 Euro zahlen.

Herstellung eines Erinnerungsdiamanten

In einem Transformationsprozess werden zuerst die amorphen Kohlenstoffe von der Kremationsasche getrennt. Je nach Fertigungsverfahren müssen dem Kohlenstoff jedoch Zusätze beigemischt werden. Die extrahierten Kohlenstoffe werden dann für einen Zeitraum von 4 bis 8 Wochen unter sehr hohem Druck und Temperatur gepresst. Die Kohlenstoffe verwandeln sich in dieser Zeit langsam in Diamant-Kristalle um. Der dabei gezüchtete Rohdiamant kann in Folge, nach Wunsch der Hinterbliebenen, zu unterschiedlichen Formen geschliffen werden. So kann der Erinnerungsdiamant die bekannte Diamantform erhalten, aber auch zum Beispiel in Ovalform oder in Form eines Herzens geschliffen werden. Es können auch mehrere Diamanten aus der Asche der Verstorbenen geformt werden, um somit allen nahen Angehörigen einen Diamanten zu überlassen. Jeder Diamant ist ein Unikat. Mal ist er eher weiß, mal eher bläulich gefärbt. In dem bis zu drei Monaten dauernden Prozess, bis ein Diamant aus der Asche gewachsen ist, gilt: Je länger ein Diamant wachsen darf, desto mehr Karat hat er.

Wichtiger Hinweise!

Bestattungspflicht & Friedhofszwang: In Deutschland darf die Asche von Verstorbenen nicht zu Diamanten gepresst werden! Eine Diamantbestattung ist daher nur über Anbieter im Ausland möglich. Vor allem in Holland und der Schweiz, wo eine „Transformation“ der Totenasche als ordentliche Bestattungsart vom Gesetzgeber anerkannt ist, finden sich Dienstleister, die Diamantbestattungen anbieten.

Aus „normaler“ Kremationsasche können keine Diamanten gezüchtet werden! Die Herstellung von einem echten Bestattungsdiamanten bedarf eine gesonderte Einäscherung / Kremation bei Temperaturen unterhalb 800 Grad Celsius; und nicht wie üblich über 1200 Grad, damit die amorphe Kohlenstoffe (Ausgangsmaterial für Diamanten) nicht verloren gehen. (Quelle: Wikipedia)

Alternativ besteht die Möglichkeit, einen Erinnerungsdiamanten vom Keratin in der Haaren fertigen zu lassen. Solch ein Diamant kann unabhängig vom Bestattungsgesetzen oder der Bestattungsart auch von den Haaren der noch Lebenden gefertigt werden.

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