Todesfall Checklisten Bestattungen Kosten Beerdigungen

Seebestattungen

Urnenbeisetzung auf See

Die Seebestattung ist eine Form der Naturbestattung und setzt eine Kremation (Einäscherung / Feuerbestattung) voraus. Bei einer Seebestattung werden die sterblichen Überreste des Verstorbenen auf See beigesetzt. Bis ins frühe 20. Jahrhundert war eine solche Bestattung auf See fast ausschließlich Seeleuten vorbehalten. Seit 1934 können in Deutschland jedoch, als Alternative zur Sarg- oder Urnenbestattung auf einem Friedhof, die eingeäscherten Überreste eines Verstorbenen, in einer speziellen wasserlöslichen Seeurne, auf See beigesetzt werden.

Die Übergabe erfolgt nach seemännischen Bräuchen in gesonderten ausgewiesen Gebieten in Nordsee oder Ostsee, außerhalb der sogenannten Dreimeilenzonen, in der Regel über „Rauhem Grund“ (Gebiete in denen nicht gefischt oder Wassersport getrieben werden darf). Es sind aber auch auf Wunsch Seebestattungen im Atlantik, Mittelmeer und anderen Weltmeeren möglich.

ANZEIGE

seebestattungen nordsee ostsee deutschlandAbfahrtshäfen an der Nordsee- und Ostseeküste für Seebestattungen

Die interaktive Karte zeigt, welche deutschen Küstenorte als Abfahrtshäfen für Seebestattungen auf der Ostsee und der Nordsee dienen.

Seebestattung - Kosten - Seeurne Beisetzung

Die Gesamtkosten einer Seebestattung bewegen sich zwischen 2.600 – 8.000 Euro. Eine Stille Seebestattung kostet etwa 1000 Euro reine Grundgebühr (anonym / ohne Trauergäste). Hinzu kommen die Kosten für Kremation, Sarg, Urne, Trauerfeier, Trauerrede, Musikbegleitung, Floristik, Trauerkaffee, Trauerkarten und Traueranzeigen. Die Begleitete Seebestattung kostet etwa 600 - 800 Euro extra, um bis zu 12 Trauergäste mit an Bord zu haben.

Seebestattung - Voraussetzung

Die Voraussetzung für eine Seebestattung ist, dass der Verstorbene eine besondere Beziehung zur See hatte und die Seebestattung vom Verstorbenen gewünscht wurde. Eine handschriftliche Begründung des Verstorbenen oder eine Erklärung der Angehörigen wird benötigt, um eine Ausnahmegenehmigung für die Seebestattung (Befreiung vom Friedhofszwang) beantragen zu können. Den Antrag stellt in der Regel der Bestatter.

Seebestattung - Ablauf

In der Regel, findet die Trauerfeier am Heimartort des Verstorben statt. Anschließend werden die Überreste eingeäschert. Die Krematoriumsurne wird vom Bestatter an die Seebestattungsreederei verschickt. Dort wird die Totenasche in eine Seebestattungsurne aus wasserlöslichem Material umgefüllt. Angehörige haben die Wahl, ob sie an der Bestattung auf hoher See teilnehmen möchten oder nicht (begleitete oder stille Seebestattung).

Bei der Stillen Seebestattung (anonyme Bestattung) werden üblicherweise mehrere Urnen bei einer Bestattungsfahrt dem Meer übergeben. In diesem Fall, wenn die Urne still im Meer beigesetzt wird, also ohne Begleitung der Angehörigen, spricht man auch von einer anonymen Seebestattung.

Bei einer Begleiteten Seebestattung fährt ein Schiff eigens für eine Trauergesellschaft auf See hinaus, d.h. nur die Urne des Verstorbenen wird auf See bestattet. Die Angehörige sind mit an Bord und die Trauerfeier findet auf dem Schiff statt. In der Regel, nehmen in diesem Fall, Kapitän sowie Besatzung in Marineuniform an der Beisetzung teil. Der Kapitän spricht hierbei die Trauerrede. Ein Hissen der Flagge, musikalische Begleitung, und das Blasen der Bootsmannspfeife sind oft verwendetet Rituale. Nach der Ansprache und in Anwesenheit der Angehörigen, übergibt der Kapitän die Urne dem Meer. Angehörige können dann Blumen oder Blütenblätter auf das Wasser geben. Das Schiff fährt dann eine Ehrenrunde um das Seegrab und verabschiedet sich mit drei Signaltönen von der Bestattungsposition.

Seebestattung - Vorteile

Vorteile einer Seebestattung gegenüber herkömmliche Bestattungsarten (Erdbestattung und Feuerbestattung), sind das folgende Kosten einer Bestattung komplett entfallen: