Bestattungsfinanzierung - weitere Geldquellen

Sterbevierteljahr

Das Sterbevierteljahr der Deutschen Rentenversicherung (manchmal auch Dreimonatsrente, Sterbequartal oder Sterbeüberbrückungszeit genannt) kann auf Antrag, wenige Tage nach dem Todesfall, im Voraus ausgezahlt werden. Der Vorschuss in volle Höhe von 3x monatliche Altersrenten des Verstorbenen, wird später der Hinterbliebenenrente bzw. Witwer-/Witwenrentenansprüche angerechnet. Voraussetzung für die Auszahlung ist, dass der Antrag auf Hinterbliebenenrente gestellt wurde. Den 15-seitigen Antrag auf Hinterbliebenenrente, sowie der Antrag auf Zahlung eines Vorschusses auf die Witwen-/Witwerrente, finden Sie auf der Webseite der Deutschen Rentenversicherung.

Gesetzliche Unfallversicherung

Kommt es trotz aller Unfallverhütungsmaßnahmen zu einem tödlichen Arbeitsunfall oder einer tödlich verlaufenden Berufskrankheit, dann sichert die gesetzliche Unfallversicherung die Hinterbliebenen mit finanziellen Leistungen ab. Das Sterbegeld beträgt pauschal ein Siebtel der im Zeitpunkt des Todes geltenden Bezugsgröße. 2012 waren es 4620 Euro in den alten und 3900 Euro in den neuen Bundesländern.

Betriebliche Sterbekassen

Betriebliche Sterbekassen sind ein Teil der freiwilligen Sozialleistungen, die Unternehmen öfters unterhalten, um so Hinterbliebenen von verstorbenen Mitarbeiter Überbrückungshilfe leisten zu können. Als Rentner sollte man prüfen, ob der ehemaliger Arbeitgeber eine solche Sterbekasse unterhält oder unterhalten hat.

Private Versicherungen

Eine private Unfallversicherung zahlt ein Sterbegeld, wenn der Versicherte bei einem Unfall ums Leben kommt. Risikolebens- und Kaptiallebensversicherungen zahlen nach dem Tod des Versicherten die Versicherungssumme aus.

Allgemeine Lebensversicherungen

Allgemeine Lebensversicherung dienen der Alters- und Hinterbliebenenversorgung und eignen sich nur bedingt als Deckung der Bestattungskosten. Zwar fällt die Versicherungssumme in den Nachlass und kann somit für die Begleichung von Nachlassverbindlichkeiten in Anspruch genommen werden, jedoch werden Lebensversicherungen auch häufig im Todesfall auf bestimmte Personen zugedacht, z.B. dem Ehegatten oder engen Familienangehörigen. Falls diese Person nicht gleichzeitig kostentragungspflichtig ist, dann kann die Versicherungssumme nicht für die Deckung der Bestattungskosten herangezogen werden.

Versorgungsamt (Bestattungsgeld für Kriegsopfer)

Hinterbliebene von Kriegsbeschädigten, die Anspruch auf Rente nach dem Bundesversorgungsgesetz hatten, erhalten ein Bestattungsgeld in Höhe des Dreifachen der zuvor erhaltenen Bezüge. Voraussetzung ist jedoch, dass man mit dem Verstorbenen zusammengelebt hat.

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Warum sollte man eine Bestattungsvorsorge abschließen?

Es ist ein gutes Gefühl, bereits zu Lebzeiten persönliche Angelegenheiten zu klären und die eigenen Wünsche für die letzte Lebensphase festzuhalten. Dazu gehört neben dem Testament und der Patientenverfügung auch immer die Bestattungsvorsorge.